Kriterien und Grenzen bei der Betreuung/Therapie im Tandem:

In Therapie werden Personen mit und ohne Demenz genommen.

Die Dauer der Betreuung kann von mind. 4 Monaten bis zum Eintreten der im Text genannten Ausschlusskriterien reichen. Das heißt, die Betreuung kann auch mehrere Jahre betragen.

Die Häufigkeit der Inanspruchnahme kann von 1x/Woche bis 3x/Woche variieren. Dies hängt einerseits von den getroffenen Vereinbarungen mit dem Klienten und seinen Angehörigen, andererseits von den Kapazitäten im Tandem ab. Es wird angestrebt, dass der Klient zumindest 2x wöchentlich die Therapie in Anspruch nehmen kann.

 

1.  Mobilität:

Der Klient soll im Sitzen transportfähig sein, transferfähig sein (Bsp.: von einem Sessel in einen anderen Sessel mit Unterstützung wechseln können) und auf beiden Beinen stehen können.

 

2.  Allgemeinzustand:

Beim Klienten sollen keine:

-       invasiven pflegerischen Maßnahmen wie z.B. Sonden, künstliche Ernährung etc. durchzuführen sein,

-       schwere somatische Erkrankungen wie z.B. Carzinom im Endstadium, schwere Herz/Kreislauferkrankung bzw.

-       gravierende Funktionseinschränkungen wie z.B. Taubheit, Blindheit

vorhanden sein.

 „Die medizinische und pflegerische Versorgung soll nicht im Vordergrund sein“!

 

3.  Psychischer Zustand:

Der Klient soll selbstbestimmt die Angebote annehmen (Stichwort „eigener Wille“) und eine gewisse Gesellschafts- bzw. Gemeinschaftsfähigkeit besitzen.

Ausschlusskriterien sind ständiges nicht beherrschbares Schreien, nicht beherrschbare verbale und tätliche Aggressionen gegenüber Anderen, nicht unter Kontrolle bringendes ständiges Fragen und Belästigen anderer Klienten.

Diese Ausschlusskriterien sind nicht sofort wirkend. Es wird versucht in einer bis zu 4 Monate dauernden Eingewöhnungsphase, die oben genannten Verhaltensweisen zu lindern. Falls diese Verhaltensweisen in max. 4 Monaten noch immer vorhanden sind, muss die Therapie beendet werden.

 

4.  Mitarbeit der Angehörigen

Um ein bestmögliches Ergebnis bei den Klienten erreichen zu können, ist die Mitarbeit der unmittelbar beteiligten Angehörigen unabdingbar. Nur so ist eine Übertragung der im Tagestherapiezentrum erreichten Ziele in den Alltag des Klienten, und somit auch eine spürbare Entlastung der Angehörigen, erreichbar.